Früher, also vor zwanzig Jahren, als das Phänomen der Neonazis noch neu war, habe ich mich masslos darüber geärgert, dass die populistische und rechtsnationalistische SVP ständig und hartnäckig von "Scheinasylanten", von "Scheinrentnern", von "Scheinarbeitslosen", von "Scheininvaliden" und von "Scheinkranken" etc. gesprochen hat, wenn von armen Menschen die Rede war. Aber dann bin ich drauf gekommen, dass wir uns wahrscheinlich im "Scheinland" befinden, wo sowieso alles nur Schein ist. Damit war für mich die Sache klar, und so ist mein Buch über die Stadt Biel entstanden, wo all die "Schein" in der Städtischen Kehrrichtverbrennungsanstalt einfach verheizt werden, um kostengünstig Strom für die zahllosen städtischen Turnhallen und Warmwasser für die Whirlpools der Grossbordelle zu produzieren. Das Buch kann überall bestellt werden.

 

"Die Aussicht auf Geld steuert den Menschen zuverlässig und vor allem berechenbar, überall und jederzeit, wie wir alle wissen, besonders die Aussicht auf viel Geld, versteht sich; das ist psychoorganisch sehr praktisch und zudem äußerst nützlich eingerichtet und löst erstaunlicherweise viele heikle Probleme wie von Zauberhand. Je höher die Summe, desto schneller sind wir bereit, sämtliche Vorbehalte und Hemmungen fallen zu lassen. Man kann sogar ruhig davon ausgehen, dass das berechenbar ist, vielleicht sogar das einzig wirklich Berechenbare am Durchschnittsmenschen, bestimmt aber am Durchschnittsscheinländler. Das ist praktisch."