Nachruf

Fünfzig Jahre lang habe ich Bücher geschrieben, in guten, wie in schlechten Zeiten. Alle diese meine lustigen Bücher hatten immer die Schweiz zum Thema gehabt. Es gibt sie bald nicht mehr, die Bücher, meine ich. Und mich auch nicht, fürchte ich. Bald ist alles aus. So hurry up, wenn Sie noch eines erhaschen wollen!

Diese Darstellung zeigt bei weitem nicht alle meine Bücher; aber ich hatte keinen Platz mehr auf der Postkarte. Insgesamt sind es etwa 50 Stk. Alle nahezu unbekannt. Aber alle unerreicht. Literarische Spitzenklasse.

Fünfzig Jahre lang habe ich Bücher geschrieben, in guten, wie in schlechten Zeiten. Alle diese meine lustigen Bücher hatten immer die Schweiz zum Thema. Das hat sich so ergeben, aber das hat der Politischen Polizei offenbar gar nicht gefallen; sie hat, literaturkritisch wie sie nun mal ist, alles versucht, mich in meiner literarischen Arbeit zu behindern, die Veröffentlichung und die Verbreitung meiner Bücher zu verhindern und, wenn sie trotzdem irgendwo in der Pampa draussen erscheinen konnten, ganz einfach feige und anonym zu verbieten. Es hat somit gar keinen Spass gemacht, ein beschissener Bürger eines verdorbenen Landes zu sein, das alles daran setzt, meine Bücher, mein Lebenswerk und meinen ganzen Stolz zu verbieten, wie man sich leicht ausdenken kann. Deshalb ist jetzt Schluss damit; schliesslich bin ich schon bald 74 und längst nicht mehr so naiv wie früher. Soviel zur Freiheit des Wortes in der Schweiz, zur Freiheit der Kunst und der Literatur und zur Freiheit überhaupt. Schade. Wirklich schade.