Geschichtsbücher werden immer nur von Siegern geschrieben, und die Sieger schreiben ihre Geschichtsbücher immer nur zu ihren Gunsten, das ist ja klar, denn Geschichtsbücher sind Propagandamittel wie alle anderen auch. So ist auch die offizielle Schweizergeschichte ein einziger Erfolgsbericht des Freisinns; das hat mich schon als Knabe misstrauisch gemacht, gerade wenn man bedenkt, was für einen schier endlosen Schrecken der Freisinn unter den einfachen Leuten verbreitet hat. Als alter Herr und als Verlierer der Geschichte sagte ich mir konsequenterweise eines Morgens bei Frühstück: So, jetzt muss endlich eine eigene Geschichtsschreibung her, eine Verlierergeschichte, und zwar subito! Somit ist dieser "Kurze Abriss der Geschichte Opportuniens" entstanden, der mit vollem Titel lautet: "Kurzer Abriss der Geschichte der Transplantatorischen Zufallsrepublik Opportunien RTF (République Transplantatoire Fortuite) und ein viel zu langes Aperçu auf die kleine Industriestadt Furz an der Brunze mit etwas zu vielen ärgerlichen Wiederholungen und peinlichen Vergleichen, eine inoffizielle und behördlicherseits gewiss nicht autorisierte Geschichtsklitterung und zudem für Nationalisten völlig ungeeignet." Das Buch kann überall bestellt werden.

 

"Das Ausland ist somit lediglich der billige Vorwand, also die gemeinsame Ausrede geworden, um ihre eigenen Defizite und unübersehbaren Defekte zu überdecken und zu verbergen; gemeint sind eigentlich sie selber in ihrem ganzen Unverstand, in ihrer ganzen Unvernunft, in ihrer erschreckend infantilen Unbefangenheit, in ihrer unverzeihlichen Uninformiertheit und in ihrer angeborenen Unbedachtsamkeit und überhaupt in ihrem ganzen, selbstverschuldeten Unwillen und Unmut. Das muss einmal gesagt sein."