Manchmal macht man sich komische Überlegungen zum Verlauf der Dinge. Man weiss, dass man sich früher mal so oder so entschieden hat, und so hat das Leben eine andere, neue Wendung genommen, oder es hat die alte beibehalten. Hätte man sich damals so oder anders entschieden, sagt man sich im Nachhinein, wäre jetzt gewiss alles anders. Vielleicht sogar ganz anders; ob besser oder schlechter, kann man nicht einmal mit Sicherheit sagen. Und es nimmt einen unausweichlich wunder, wie man denn jetzt dastünde, wenn man damals dies oder jenes anders entschieden hätte. Das Buch kann überall bestellt werden.

 

"Ich weiß, dass ich blockiert bin; seit Wochen habe ich nichts mehr zu Papier bringen können, weil ich wieder einmal nicht mehr weiß, wozu ich diese Anstrengung überhaupt auf mich nehmen sollte. Nicht, dass es mir an Stoff fehlte, das ist überhaupt noch nie vorgekommen, auch die notwendige Lust wäre absurderweise reichlich vorhanden – wie immer. Es ist, als blicke ich im falschen Moment von der Schreibmaschine hoch, und wie ein Hammer knalle mir die Einsicht in die Fresse, dass das, was ich schreibe, etwas mit all den Deppen zu tun hat, die draußen frei und ungestraft herum latschen. Diese Einsicht ist mörderisch, denn genau genommen liebe ich nur mich selber, und wenn ich einmal tot sein werde, wird es in diesem Land und auf dieser Welt niemanden mehr geben, den oder die ich wirklich mag, mich selber mit eingerechnet. In diesem Sinne wäre mir der spätere Untergang der Welt völlig wurst."