Im jährlichen militärischen Wiederholungskurs musste ich jeweils tagelang üben, nach einem atomaren Schlag mit der Schuhputzbürste den Atomstaub von der Regenpelerine zu bürsten. Der Korporal half jeweils mit üppiger Mehlbestäubung nach, um der Truppe die Gefahren des Atomkrieges zu veranschaulichen. Das brachte mich dazu, mir für einmal eine richtige atomare Verwüstung vorzustellen. Das Buch schlug heftig ein, und die "Berner Zeitung", die mutig darüber berichtete, verlor auf der Stelle 150 langjährige Abonnenten, unter anderem einen Pfarrer, der sich sogar in einem Leserbrief über die Wehrkraftzersetzung empörte. Der Chefredaktor musste gehen und fand nie wieder eine Stelle. Das Buch kann überall bestellt werden.

 

"Wenn irgendwo irgendeine Unruhe ausbrach – und das konnte blitzschnell geschehen – rasteten die Leute sofort aus und rannten in völliger Raserei durch die Straßen, wie die Irren, wie die Übergeschnappten, wie zehntausend schwer bewaffnete Amokläufer auf einem Haufen. Gewaltige Blutbäder waren deshalb schon ausgebrochen; ganze Bunker wurden verwüstet und auf alle Zeiten unbewohnbar gemacht, völlig grundlos, gute, saubere Bunker, wo man eine Menge Leute hätte unterbringen können. Doch, wie gesagt, dieses hysterische Zeug war deutlich am Abflauen; selbst die Narkotika- und Neuroleptika-Resistenz führte nicht mehr zwangsläufig zu diesen sinnlosen Massenabschlachtungen wie früher."